Artikel im Focus vom April 2019

Mieter gegen Vermieter

Hohe Mieten Spalten die Geselschaft

Doch wer ist verantwortlich für Mietwahn

 

Der Staat verurschacht Wohnungsnot - und profitiert davon

 

Die Politiker in Bund, Ländern, Städten und Gemeinden tragen einen Großteil der Schuld an den Rekordmieten. Denn sie verteuern Immobilien durch höhere Steuern, verzögern Baugenehmigungen, treiben die Baukosten durch immer neue Vorschriften, halten dringend benötigtes Bauland zurück, lassen so die Bodenpreise explodieren - und sie verkauften Hundertausende von günstigen staatlichen Wohnungen an Privatunternehmen. 

 

Der Staat kassiert für Immobilien gleich mehrfach. Wer sich Haus, Grundstück oder Wohnung kauft, bezahlt sofort eine Grunderwerbsteuer. Und dann jedes Jahr eine Grundsteuer - all das aus bereits versteuertem Einkommen. Durch ebendiese Grundsteuer streichen Städte und Gemeinden rund 14 Milliarden Euro ein (2018). Die Kommunen dürfen selbst bestimmen, wie viel sie verlangen. Und sie fordern immer mehr. Diese Kosten dürfen Eigentümer auf ihre Mieter übertragen  die Miete klettert weiter, gepusht vom Staat. 

 

Entlastet der Staat die Käufer und Mieter an anderer Stelle? Im Gegenteil. Die Politik tut alles, um das Bauen zu verzögern oder zu verteuern:

  • Die Preise für Bauland schießen auf Rekorthöhen - ein Plus von 67 Prozent seid dem Jahr 2000.
  • Neue Vorschriften verteuern das Wohnen. Immer schärfere Regeln zu "Energieeinsparverordnung" und "Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz" ließen die Baukosten zwischen 2000 und 2016 um stolze 45 Prozent steigen, - so die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen.
  • Baugenehmigungen dauern viel zu lange.

Klar ist: Mehr Wohnraum lässt sich nur gemeinsam mit der Privaten Wirtschaft schaffen. Gemeinsam mit Bauunternehmen und Vermietern - den großen ebenso wie den kleinen. Und nicht gegen sie.

 

Quelle: FOCUS 17/19; Artikel Mieter gegen Vermieter